Institutional Openness as Dynamic Regional Capacity – Evidence from four Regions
Jantos, L., Dekker, T., & Bizer, K. (2026). Institutional Openness as Dynamic Regional Capacity – Evidence from four Regions. ifh Working Papers (No. 49). Göttingen.
Institutionen prägen die Bedingungen, unter denen Unternehmertum und Innovation entstehen, doch wie ihr Grad an Offenheit nachhaltigkeitsorientierte Entwicklungspfade beeinflusst, ist bislang systematisch untererforscht. Auf der Grundlage von 98 Expert*inneninterviews in vier leistungsstarken europäischen Innovationsregionen – Helsinki, Kopenhagen, Stockholm und Zürich – entwickeln und verankern wir empirisch einen mehrdimensionalen Rahmen institutioneller Offenheit als dynamische regionale Kapazität. Unsere Ergebnisse zeigen, dass institutionelle Dichte eine notwendige, aber nicht hinreichende Bedingung für nachhaltigkeitsorientierte Regionalentwicklung ist. Ebenso entscheidend ist institutionelle Permeabilität, das Ausmaß, in dem regionale Konfigurationen gegenüber externen Akteur*innen, Wissen und alternativen Entwicklungspfaden offen bleiben. Helsinkis hochintegratives Institutionengefüge steht in deutlichem Kontrast zu Zürichs stärker fragmentierter Konfiguration, während Kopenhagen und Stockholm jeweils eigenständige Zwischenpositionen einnehmen. Das Zusammenspiel formaler und informaler institutioneller Dimensionen sowie die unterschätzte Rolle von Intermediärsorganisationen bestimmen maßgeblich, ob Regionen Unternehmertum und Innovation auf Nachhaltigkeitsziele ausrichten können. Wir leiten daraus Implikationen für eine ortsbezogene Innovationspolitik ab.

Für Rückfragen zu den Ergebnissen dieser Studie steht Louisa Jantos zur Verfügung.