Arbeitskräftemobilität im Handwerk vor dem Hintergrund des Strukturwandels der deutschen Wirtschaft (DHI)
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Das Handwerk steht vor einem Problem: Obwohl seine Bedeutung für die Umsetzung zentraler gesellschaftlicher Ziele wie Energiewende, Wohnungsbau und Infrastrukturmodernisierung stetig wächst, leidet es zugleich massiv unter zunehmender Fachkräfteknappheit. Zudem führen sektorale Verschiebungen auf dem Arbeitsmarkt, etwa durch den Stellenabbau in der Automobilwirtschaft oder den Stellenaufbau in der Rüstungsindustrie, zu einer Umverteilung von Arbeitskräften und beeinflussen den Wettbewerb um Fachkräfte. Für das Handwerk wird diese Situation verschärft durch Konzentrationsprozesse infolge der Urbanisierung, des demografischen Wandels und unterbleibender Betriebsübernahmen. Das Projekt untersucht die regionalen, sektoralen und betrieblichen Mobilitätsbewegungen von Fachkräften im Handwerk. Ein zentrales Ziel ist die Identifikation von Faktoren, die die Mobilitätsbereitschaft und Fähigkeit von Arbeitskräften im Handwerk beeinflussen. Hierzu zählen u. a. Qualifikationen, betriebliche Rahmenbedingungen, familiäre Situation, regionale Infrastruktur sowie arbeitsrechtliche und tarifliche Strukturen. Es wird erwartet, dass die Mobilitätsdynamiken stark zwischen verschiedenen Gewerken sowie zwischen städtischen und ländlichen Regionen variieren. Diese Unterschiede sollen systematisch herausgearbeitet und in praxisorientierte Handlungsempfehlungen überführt werden.

